Welche UV-Lampe ist die Richtige für mein Tier und mein Terrarium?

Dieser Blog wendet sich an die Neulinge in der Terraristik. Da hat man sich für ein Tier entschieden und das Terrarium gekauft oder gebaut. Bei der Planung kommt irgendwann immer die Frage nach der richtigen Beleuchtung. Sonnenplatz, Grundbeleuchtung, UV-Lampen, Wärmelampen, Metalldampf, Kompaktstrahler, HID, ....es wird kompliziert.

Prinzipiell richtet man sich nach dem natürlichen Habitat der Tiere. Die einfachste Unterscheidung ist Wüstentier, Steppe, Regenwald oder Mediterran. Auf jeden Fall empfehle ich die Fachliteratur zu studieren - da stehen auch meistens Sonnenstunden, UV-Werte und Temperaturen. Ein sonnenhungriges Reptil (Beispiel Bartagame) benötigt dementsprechend eine höhere Helligkeit, Wärme und UV-Leistung als ein schattenliebender Urwaldbewohner. Die wesentlichen 2 Faktoren für die richtige Lampenwahl sind die Wattstärke und der Abstand zum Tier. Für sonnenliebende Tiere nimmt man eine höhere Wattstärke und einen geringeren Abstand, bei Schattenliebhabern ist es genau umgekehrt. Das ist einmal das Grundprinzip.

Wenn es nur so einfach wäre! Der Sonnenplatz muss für das Tier perfekt passen. Die Ausleuchtung soll die Größe des Tieres berücksichtigen. Bei größeren Reptilien muss somit die UV-Lampe höher hängen, damit der Lichtkegel groß genug ist und den ganzen Körper bestrahlt. Damit dann noch genug Leistung am Boden ankommt, benötigt man eine höhere Wattstärke. Angenommen man hat eine ausgewachsene Seychellen-Riesenschildkröte (Aldabra). Dann braucht man schon eine 150 Watt UV-Metalldampflampe in einem Meter Abstand. Da die Vitamin D3-Synthese in den Hautschichten der Extremitäten und des Kopfes stattfindet und nicht im Panzer, muss der Lichtkegel groß genug sein. Bei einer Bartagame wird eine 70 Watt Lampe bei 30-40cm Abstand ideal sein. Bei Jungtieren - zum Beispiel jungen griechischen Landschildkröten - genügen 35 Watt bei 20-30cm Abstand. Genaue Empfehlungen sind in der Reptiles Expert Matrix hier auf der Homepage zu finden. Auch sollte man den Abstand nicht zu gering wählen, da dann die Tiere geschädigt werden können. Besonders Chamäleons sind empfindlich für Verbrennungen. Dann lieber einen etwas größeren Abstand wählen und aufpassen, daß das Tier die Lampe nicht berühren kann. UV-Metalldampflampen (MH-Lampen oder genauer: Metall Halogenid Lampen) gibt es in den Wattstärken von 35 bis 150 Watt. Da ist für alle Terrarien etwas dabei.

Genaue Angaben über die UV-Leistung findet man auf der Homepage der Anbieter. Bei der Wärmeabgabe ist es nicht ganz so einfach, da sie von so vielen unterschiedlichen Variablen abhängt: Raumtemperatur, Luftzirkulation, Untergrundfarbe, andere Wärmequellen, Lichteinstrahlung,... Hier ist es am besten die Temperatur zu messen und gegebenenfalls mit anderen Wärmequellen zusätzlich arbeiten.

Die Frage der Lichttemperatur ist meiner Ansicht nach nicht so wichtig. Die meisten UV-Metalldampflampen haben eine reinweiße Lichtfarbe von ca. 6000 Kelvin. Diese Kelvinskala ist ganz auf die menschliche Wahrnehmung ausgerichtet und wir wissen, daß Reptilien die Helligkeit und LIchtfarbe ganz anders wahrnehmen als wir Menschen. Wenn Regenwaldbewohner weniger UV benötigen, kann ich ja gleich eine geringere Wattstärke nehmen und Strom sparen. Dazu benötige ich nicht eine andere Lampe mit einer leicht geänderten Lichtfarbe.

Moderne UV-Metalldampflampen sind auf jeden Fall für den Sonnenplatz die erste Wahl. Günstige Angebote finden Sie hier in unserem Webshop. Für erfahrene Terrarianer empfehle ich unsere Bestseller - die preiswerten Multipacks. Bei Fragen können Sie sich gerne an uns wenden.